Archive for Sprache

War ja eigentlich nur eine Frage der Zeit …

// January 9th, 2010 // 2 Comments » // Alltag, Amsterdam, Sprache, kulturelle Kuriositaten

… bis mich ma einer ankackt, warum ich noch kein Niederländisch spreche, aber so unewartet, wie das heute passiert ist, damit hatte ich nicht ganz gerechnet.

Ich steh in der Schlange, ganz friedlich … da dreht sich eine kleine & alte Niederländerin um, erzählt mir was, ich lächle verlegen und meine, Sorry, ich spreche kein Niederländisch …

Bis heute kam immer zurück: „No problem at all!”

Heute gab’s einen unwirschen NL-Wortschwall und ich so, ahem, ich versteh’s nicht …

„Schimpf - schimpf - fuchtel - schimpf - wütend gugg - fuchtel - schimpf”

Von wegen anpassen … schon wahr, aber ich hätte ein Tourist sein können, jemanden besuchen können … und wenn sich so ein Niederländer in den Urlaub nach Bali begibt, wird der sicher auch kein Indonesisch lernen …

Ich mein, ich versteh schon meistens, was abgeht, aber außer Danke, Guten Morgen und dem Klassiker „Kekje in Bertje-Form :-) „ isses mit dem Sprechen halt noch nicht soweit.

Aber mich dünkt, ihr entging eventütel die Ironie der Szene: Mich auf NL vollkacken, warum ich kein NL spreche, geht eigentlich nach hinten los.

Ich weiß, bin nicht zu Besuch und auch kein Tourist, aber momentan muss ich mir wieder eine neue Bleibe suchen, daher muss der Sprachkurs noch einen Moment warten … aber ich komme gleich und bis dahin, Dank je wel & Tot ziens!

Armer Kollege

// September 26th, 2009 // 1 Comment » // Online, Sprache

Übersetzer brach während Gaddafi-Rede zusammen:

Hier lang bitte.

Wenigstens hat der Artikelschreiber auch mal die eigentlich korrekte Berufsbezeichnung verwendet. Dolmetscher war das und nicht der Übersetze. Tsk tsk tsk.

AUTSCH!!!

// August 4th, 2009 // 4 Comments » // Alltag, Arbeit, Online, Sprache

Das tut weh.
So gefunden heute früh, bei meinem alltäglichen Streifzug durch die Jobbörsen und Suchmaschinen:
In the context of the personnel switching we look for our customer, a renowned enterprise in the IT-Industry, in the region Karlsruhe for one

Ihre Aufgaben:

  • You translate technical and economical documentations, marketing documents, web pages and user interface files of the German into English.
  • You support the foreign partners with tasks of translation.

Ihr Profil:

  • Your native language is American English.
  • You have very good German knowledge.
  • Experiences in translating technical documents round your profile off.
  • Knowledge is of advantage in handling the translation software Trados.
  • You have experience with the usual Office applications.

Ihre Chancen:

Interests and motivates? Then you convince us. You send your application please preferentially by email in German language. From written applications on the post office way we ask to refrain, since we do not send these back. We look forward to you!

econoMARK Karlsruhe
Fritz-Erler-Straße 1
76133 Karlsruhe
Tel.: (0721) 933 817-0
Fax: (0721) 933 817-29
E-Mail: karlsruhe@economark.de
Internet: www.economark.de

Schade, dass man sich nicht mal darum bemüht hat, die Maschinen-Übersetzung glatt zu bügeln. Ich war dann doch neugierigerhalber mal auf www.economark.de und siehe da, natürlich wird betont, wie viel Wert auf Qualität gelegt wird. Hm, kann man aber von der Anzeige hier wirklich nicht behaupten.

Naja, meine Zehennägel haben sich vor Schmerz und Pein auch wieder entrollt.

(*) Kann natürlich sein, dass die Anzeige offline genommen wird und der Link somit nicht mehr zugänglich ist. Die Anzeige ist ja nicht wenig peinlich.

Meine Sprachrealität

// July 28th, 2009 // 2 Comments » // Alltag, Sprache

Die hab ich letztens mal wieder bemerkt.

Generell immer dann gern, wenn sich Adams und mein Freundeskreis treffen … oder nur er meinen :-) .

Vor allem da er jedes Mal grandios unterschätzt, wie ungewohnt das ist, sich plötzlich in einer Fremdsprache zu artikulieren, auch wenn man es kann und Englisch zumindestens für den Small Talk verwenden kann. Aber plötzlich steht dann so ein echter Brite vor einem und dann mal los!

Meine Sprachrealität „boingte” letztens an etwas Anderem an:
Adam hat für seine neue WG einen Schreibtisch vom schwarzen Brett der Uni käuflich erworben, alles gut und schön, E-Mail-Verkehr mit der Verkäuferin, nur die Verkäuferin spricht überhaupt gar kein Englisch, jedenfalls keins ohne Babelfisch und das hat auch nicht wirklich funktioniert und da wurde sehr schnell kapituliert.
Für mich ist das so Alltag, ich hab mich da echt gewundert, dass einer GAR KEIN Englisch kann.
Muss man ja auch nicht, dafür ist ja unsereins (Übersetzer mein ich) ja auch da … zu Denken gab’s mir trotzdem und sowas teile ich auch gern an dieser Stelle mit euch.

Gehabt euch wohl 8-) !

Beim Abspann sitzen bleiben

// July 24th, 2009 // No Comments » // Arbeit, Kleine Freuden, Neuigkeiten, Sprache

Wenn man weiß oder hofft, dass sich die Macher noch etwas Nettes haben einfallen lassen.

Oder wenn man seinen Namen im Abspann sehen kann.
So geschehen letzten Freitag.

Ich hab mal vor Ewigkeiten für einen Dokumentarfilm Interviewausschnitte auf Spanisch erst transkribiert und dann übersetzt, so dass man das als Untertitel verwenden konnte.

Wie besagt, habe ich mir den fertigen Film letzten Freitag angesehen und bin dann beim Abspann sitzen geblieben und danach voller Stolz raus *FREU*

Für alle Neugierigen hier der Link zum Film: „Auf halbem Weg zum Himmel


Go, Übersetzer, Go!!!

// July 1st, 2009 // 1 Comment » // Alltag, Arbeit, Online, Sprache

Ich bin ja seit einiger Zeit regelmäßige Leserin des Blogs einer Dolmetscherin aus Berlin.

Heute gab es gleich drei Einträge und einer zu dem Thema Auftragsabwicklung, Preiskalkulation, Preisrechtfertigung und wie ein Kollege seit neuestem damit umgeht, wenn ein potenzieller Auftraggeber mal wieder meint, der Preis sei zu hoch:

Für den Fall, dass Sie Ihren Text einem der zahlreichen, momentan auf den Markt drängenden Billiganbieter anvertrauen und von einer italienischen Hausfrau mit deutschem Ehemann oder einem Schüler übersetzen lassen: Für das Lektorat, Korrektorat des Ergebnisses werden üblicherweise 40 - 60% des normalen Zeilenpreises berechnet. Allerdings ist in den meisten Fällen die Anfertigung einer neuen Übersetzung der bessere Weg.

Und als ich das gelesen hab, musste ich erstmal grinsen und denken, Recht hat er und einen mutigen und guten Schritt getan!

Letzte Woche hatten Adam und ich nämlich eine hitzige Debatte zum Thema Übersetzerstreit und gerechte Entlohnung für eine anspruchsvolle Arbeit und da finde ich, passt das ganz gut mit zum Thema.

Willkommen im Juli & gehabt euch wohl!