Passagierschein A38 bitte!
// November 7th, 2011 // Oman, Reiserei
Weniger als 72 Stunden vor Abflug in den Oman hat Adam die zufällige Spontanterkenntnis, dass er ein Visum für Indien braucht.
Natürlich schreibt er das nicht so, sondern mailt mir, wir bräuchten eins für den Oman. Da bin ich Donnerstag früh vor Schreck fast vom Stuhl gekippt: Ich kuck nämlich in regelmäßigen Abständen beim Auswärtigen Amt und da war nix zu lesen vom Visum vorab besorgen, ja nee, Indien meint er. Puh, Glück gehabt. Ich zumindestens
.
Die Indische Botschaft hat diesen Service outgesourct. Kein Problem - da ruft man mal kurz an: Diese Firma verweist auf die Botschaft, die Botschaft auf die Firma - perfektes Hin- und Her. Ergebnislos.
Weiter geht’s: Wir haben 48 Stunden ein Visum zu besorgen, was 72 Stunden Bearbeitungszeit hat.
Nächster Plan: Visum im Oman besorgen.
Hat die indische Botschaft da auch outgesourct. Adam googelt die Adresse und checkt das mit unseren Freunden vor Ort. Kommentar: Das ist doch eine Adresse in Kuweit.
hmpf. ähm. hä?
Nochmal gekuckt, ja, nee, doch nicht. Gott sei Dank war es tatsächlich eine Adresse in Muskat.
Weiter im Text:
Die Öffnungszeiten waren mit 9 - 10 sehr großzügig angelegt.
Wir machen uns also am Sonntag auf den Weg, verfahren uns, und stürmen 9:55 Uhr da rein und da hängen auch die Öffnungszeiten: von 8 bis 20 Uhr mit einer Mittagspause dazwischen.
Volltreffer!
Jemand sollte mal den Webauftritt aktualisieren
Gleich kommt jemand auf Adam zugeeilt und hilft ihm bei der Beantragung. Ist auch gut so, denn das, was auf der Webseite steht, man besorgen soll, stimmt nicht so ganz mit dem überein, was er vor Ort dann auch tatsächlich braucht.
Jemand sollte mal den Webauftritt aktualisieren
Adam stellt sich beim Infoschalter an, Schlange bewegt sich zügig und dann ist er dran und bekommt von der Dame zu hören, er stünde in der falschen Schlange, er müsse sich in die Nachbarschlange stellen.
Auch das stell kein Problem dar: Adam macht einen demonstrativen Schritt nach links, die Dame ignoriert ihn dann fünf Minuten, bevor sie dann seine Papiere entgegen nimmt.
Hätte man auch einfacher haben können, muss man aber nicht.
So, weiter im Text:
Er stellt sich jetzt bei der eigentlichen Visumsschlange an, nein, velmehr zieht er in gute deutscher Arbeitsamtmanier eine Nummer und wartet, während Flo und ich ins Café flüchten.
Irgendwnn ist er dann dran: 5 Tage hat er gelesen, dauert das Visum, denn dann ist auch sein Flug nach Indien, klappt das denn?
Gelächter auf der anderen Seite des Glases, 5 Tage is für Omanis, Nicht-Omanis warten 10 Tage. Bingo!
Wenn er einfach ohne Visum nach Indien fliegen würde, will Adam wissen.
Wieder Gelächter und die Info, dass ihm dann ein “Freiflug” in jedes Land der Welt bevorstünde.
Gut. Nachdem all die Pläne A bis gefühlt K nix gebracht haben, muss ein neuer Plan her.
Visum für Indien beantragt und alles andere umgewürfelt, abgesagt, umgebucht: neue Flüge, neue Unterkunft, altes neu arrangiert.
Nebenbei ist noch Opferfest, das heißt, das Land hat ein paar Feiertage, ob da das Visum rechtzeitig wird, darf bezweifelt werden, es bleibt also weiterhin spannend.
Quizfrage zum Schluss: Wird Adam etwas aus dieser Erfahrung gelernt haben?

ich habe den text noch nich gelesen aber als oller verwaltungswissenschaftler
das is passierschein NICHT PASSAGIERSCHEIN
Passagierschein A 38, weil er doch so gern Passagier im Flugzeug sein wollte
ahhhhhhhhhhh
KLUKscheißer durhvc und durch
Durch und durch!!!