Archive for September, 2009

Wir sind jung, in Amsterdam und mir blutet der linke Fuß

// September 17th, 2009 // 3 Comments » // Alltag, Amsterdam, Kleine Freuden, Niederlande

Ist jetzt zwar schon zwei Wochenenden her, aber scheen war’s trotzdem und ich saß mal endlich wieder auf einem Drahtesel - geliehen zwar, aber fast jede Stadt ist automatisch scheener, wenn man aufm Rad sitzt.

Zumal meine relativ neuen Schuhe, dich ich „daheim” zwar schon eingetragen hatte, oder das zumindestens glaubte, anfingen, wie die Hölle zu schmerzen - oder vielmehr die Füße darin - und beim Radeln merkt man blutende Füss nicht so :-)

Wohnungssuche, die nächste

// September 5th, 2009 // 5 Comments » // Alltag, Amsterdam, Niederlande

Nun gut, neben Anzeigen lesen und Wohnungen abklappern hab ich auch mal eine Anzeige ins Netz gestellt und auf die meldete sich Laura.

Zimmer, im Stadtteil Diemen, 550 warm. Na gut Knut, ziehe ich nach Arbeit los, mit ausgedruckter Google Map und Bushaltestelleninfo und überhaupt - ich verfahr mich nicht so gern.

Ich fahre los mit Bus 300 aus Ouderkerk. Dann will ich in zwei potenzielle Busse am Busterminal.

Einer von denen is vor ein paar Minuten weg und fährt auch nur einmal pro Stunde. Auch prima.

Der andere lässt wenigstens nur 10 Minuten auf sich warten. Da gugg ich klugerweise mal auf den Busfahrplan - oha, meine Haltestelle ist schon ein ganzes Stückchen weg.

Ich fahr mal los, geht auch ganz zügig, weil an nicht allzuvielen Haltestellen gehalten werden muss. Über die Autobahn geht es auch ein Stückchen. Oha, oha!

Haltestellen werden angezeigt und angesagt. Sehr löblich.

Nach einer Weile kommt es mir komisch vor, dass ich noch nicht angekommen bin, ich gugg mal auf den Plan, der über mir hängt, den ich bis dato aber auch nicht gesehen hatte und siehe da, vor fünf Haltestellen hätte ich ankommen sollen.

Und ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, meinen Stop gelesen zu haben, denn ich habe immer mit Argusaugen auf die Anzeige gestarrt.

Unschön sowas.

Ich vor zum Fahrer und meine so: “Ssach ma, kann es sein, dass du an der Haltestelle vorbei bist?”

“Ja, ja, die liegt schon hinter uns.”

“Aber die wurde gar nicht angezeigt!”

“Aber angesagt.”

Danke auch. Das Lautsprechergenuschele ist ja auch prima zu verstehen!

Egal. Raus aus dem Bus. In den nächsten rein, der die gleiche Strecke zurückfährt. Guter Plan. Der letzte dieser Gattung ist vor fünf Minuten en abgefahren und ich war schon über eine Stunde oder so unterwegs. Panik. P-A-N-I-K!!!

So schnell, wie Zimmer hier vermietet werden, kann eine Minute schon SEHR WICHTIG SEIN!!!

Gut, wieder zurück auf die andere Seite, in den Bus zum Hauptbahnhof - ich mal wieder eine andere Ecke von A’dam gesehen. Auch gut.

So, ich hab dann nun 1 ½ Stunden war ich am Hauptbahnhof. Da hätt ich auch nicht langsamer hinlaufen können.

Nun gut, in Tram 9 und den gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanzen Weg zurück, bis zur Laura, das ging dann schnell, oder eben fast, denn als ich aus der Tram falle und über die Brücke will, gehen da die Schranken runter und die Brücke wird hochgezogen - Bootsverkehr!

Dann, endlich, gefunden, die Laura und das Zimmer.

Ich komm rein, seh das Zimmer und weiß ich schon, nee du lass mal, ist im Dachgeschoss und man muss durch die ganze Wohnung - fast wieder wie bei den Eltern leben. Aber mit gehörig Kostgeld oben drauf.

Ja ja, ne, die Küche und Wohnzimmer ist Gemeinschaftsraum … zwei Kinder gibbet auch noch, an deren Kinderzimmer muss man auch immer vorbei.

Danke, nein Danke dann von mir am nächsten Tag per Mail.

Und nun die ganze Tortur zurück, mit der Tram 9 zum Hauptbahnhof, dann mit der Tram 5 bis in den Süden, dann noch in den Bus 300 und nach guten drei Stunden war ich auch schon wieder zurück!

Erfolg & tolle Wurst.