Steht die Mauer noch?

// May 30th, 2009 // Alltag, Deutsche halt, Neuigkeiten, Reiserei, Sprache

Also wirklich … das könnte man fast meinen!

Da wollten wir das lange WE (21. - 24. Mai) dazu nutzen, zur Abwechslung mal ein bisschen in Deutschland zu reisen und uns die eine oder andere Ecke anzuguggen, aber daraus wurde mal wieder nix.

Da wir zur Zeit netterweise in der Wohnung von Adam’s Kumpel wohnen, lässt es sich nicht verhindern, dass wir da hin und wieder mal raus müssen - nämlich dann, wenn besagter Kumpel selber mal in die Wohnung will. Is ja alles keen Ding! Da haben wir gedacht, in Köln waren wir noch nicht, ändern wir das mal!

MFG (Mitfahrgelegenheit) bzw. Bahn organisiert, Couchsurfen, um uns gleich mit der örtlichen Bevölkerung anzufreunden. Sozusagen alles gebucht und gekauft und organisiert, ich bin da gern sehr deutsch und orangisiere und plane auch sehr gern. Donnerstag dann 10:07 in die StraBa und los geht’s Richtung Köln!

Oder auch nicht.

Bei Adam hatte sich in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag unter der Haut am Ende vom Rückgrat eine Knoten gebildet, verhärtete Beule könnte man auch sagen, die sich dann auch noch entzündet hat … alles sehr schmerzhaft, vor allem beim Bewegen und Stillliegen :-( . Nun alles auf Hauruck und zurück und überhaupt, denn so lässt sich garantiert keine 6-stündige Zugfahrt aushalten, geschweige denn Touri-Spektakel in Köln.

Problem dabei: wir mußten ja immer noch aus der Wohnung raus. Muddi hat das Kinderzimmer angeboten, aber wir wollten das WE ja auch noch was machen und uns was anguggen, deswegen schoß mir ANKE!! durch den Kopf, denn da könnte man ja vielleicht noch ein bißchen die Sehenswürdigkeiten von Radebeul genießen: DDR-Museum und Karl May Festtage, außerdem hätten wir da ein bisschen Zeit für uns und das Gästezimmer hab ich beim letzten Besuch schon sehen dürfen, da kann man auch ruhig mal einen leidenden Briten abladen 8-) .

Gesagt, getan, angerufen - allet keen Ding! Sehr schön, auch superschnell und kurzfristig MFG mit Sachsenticket organisiert und auf nach Dresden Neustadt erstmal.

Nach Köln wollten wir, bis nach Dresden sind wir gekommen.

Wir hatten uns ja schon mal ganz fachmännisch bei Google erkundigt und Adam’s Leiden ganz fachmännisch diagnostiziert und auch durchaus registriert, dass da stand, ohne OP läuft nix, aber im Hinterkopf immer gehofft, mal eine Nacht gut durchschlafen und Adam’s Körper kriegt das von allein hin. Deswegen auch erstmal Richtung Dresden und nicht gleich ins nächste Krankenhaus, denn die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt.

Wir kommen an und Adam so ziemlich gleich ins Bett, in die schmerzärmste Position positioniert und aus der hat er sich fast den gesamten Donnerstag nicht rausbewegt … :-o

Da Männer aus Prinzip immer erst dann zum Arzt gehen, wenn alles schon abgefault ist, musste der werte Herr Fletcher dann am Freitag mit viel Wortgeschick auch überredet werden, sich in Richtung Krankenhaus zu begeben. Völlig egal, dass man(n) die halbe Nacht vor Schmerzen nicht schlafen konnte, das wird schon von alleine. Mag ja sein, ins Auto hab ich ihn dann trotzdem verfrachtet und auf in die Elbland Kliniken. Genug diskutiert. 8-)

Wir haben nur eine Stunde (zu unser aller Überraschung!!) in der Notaufnahme gewartet, der Arzt hat geschätzte 10 Sekunden drauf geguggt und sofort gewusst, was es war und meinte dann nur so, na der bleibt erstmal hier, das operieren wir heute noch raus, wann hat er denn zuletzt gegessen.

Ja ja, das heilt schon von allein. Mit freundlicher Unterstützung von Skalpell und Vollnarkose.

So, und man ist ja nicht Übersetzer und Dolmetscher umsonst, heute aus der lehrreichen Rubrik: Dolmetschen im Krankenhaus.

Die Anästhesie-Schwester sprach ein superknuffiges Englisch und dann hörte das auch schon auf mit den Sprachkenntnissen der Belegschaft. Auch nicht schlimm, dafür war ich dann da und so lange die mit dem Skalpell umgehen konnte, war ich einigermaßen froh.

An der Stelle will ich auch nochmal erwähnen, wie superfreundlich die Schwestern der Station 22 waren und die Dame an der Rezeption und überhaupt … Das hat selbst den Adam überrascht, der im Bezug zu deutscher Freundlichkeit schon Einiges gewohnt ist, soviel Nettigkeit auf einen Haufen jedoch nicht.

Nun gut, ich hab dann mein WE als Dolmetscher und Händchenhalter im Krankenhaus verbracht und am Montag (25. Mai) hat man ihn dann endlich entlassen und es ging zurück nach LE.

Köln wird wohl noch warten müssen.

Es scheint so, als kommen wir aus dem Osten der Republik wohl nicht so schnell raus ;-) .

Nächster Anlauf erfolgt ganz bald, hoffentlich unter gesunder Beteiligugn aller Anwesenden.

Gehabt euch wohl!

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One Response to “Steht die Mauer noch?”

  1. haslpubs says:

    wo isr der alte blogg???????????????

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