Geduld ist eine Tugend
// April 17th, 2009 // Japan, Reiserei, Sprache, kulturelle Kuriositaten
Oder: Wer sucht, der findet. Manchmal vielleicht.
Geduld braucht man hier in Tokio zu Hauf, da man sich IMMER, aber auch wirklich IMMER blöde sucht … unter einer Stunde läuft da nix und in Osaka haben wir 5 Stunden nach einem Hotel gesucht, was es gar nicht mehr gibt. I kid you not.
Bin ich nur froh, dass wir die großen Backpacks am Flughafen verstaut haben, sonst hätte ich ernsthaft “Schlafen im Park” als Option in Erwägung gezogen, nachdem Adam zur Lage unseres Hotels meinte, “Know where it is - well, roughly.” Grobe 90 Minuten später wussten wir beide, wo das Hotel roughly sein müsste, gefunden hatten wir es dennoch nicht.
Wichtige erste Regel: Unter Tage bleiben. Das U-Bahn System is so gross, da könnte man glatt noch eine U-Bahn in der U-Bahn bauen, die einem zum anderen Ende bringt, was ruhig auch mal 3 oder 4 oder 5 Kilometer entfernt liegen kann. Je nach Linie und je nach Ein-/Ausgang.
Zur Hotelsuche kann ich nur sagen, dass wir ein Riesenglück hatten und nachdem Adam 10 ebenso ahnungslose Japaner gefragt hatte, haben sich Nummer 11 und 12 (= Pärchen) unsereins erbarmt und uns höchstpersönlich zum Hotel hingebracht. Man hatte auch nur kurz vorher dort angerufen, denn so genau kannten sich die beiden Ortsansässigen auch nicht aus.
Zweite sehr wichtige Regel: Es ist wichtiger, jemanden zu finden, der sich auskennt, als jemand, der Englisch sprechen kann. Denn auch wenn die keinen Schimmer haben, wo wir sind und wo wir hin wollen, hält die das in der Regel nicht davon ab, sehr überzeugende Wegbeschreibungen zu geben.
Wege kann man zur Not auch mit Hand und Fuss beschreiben, finde jemand, der sich auskennt!
In Tokyo haben wir dann nach all der Sucherei endlich unser “Lone Star Hotel” gefunden, was ich an der Stelle mal ganz wärmstens empfehlen möchte. Wenn man das mit der U-Bahn Wirrerei erstmal raus hat, ist es ganz leicht zu finden, sehr ruhig gelegen (in einer Seitengasse), aber superzentral (U-Bahn-Stelle eine Minute zu Fuss; Shinjuku-Viertel um die Ecke).
In Osaka hatten wir dagegen weniger Glück: Wir hatten einen Tag in Osaka eingeplant, um uns ein paar Love Hotels anzuschauen. Das ist so eine Art Stundenhotel, aber für Pärchen, die sich eine gemeinsame Bleibe noch nicht leisten können, aber etwas Zeit gemeinsam verbringen wollen. Laut Adam’s ausführlicher Internetrecherche gibt es die ausgefallensten in Osaka, also wir nach Osaka. Wir gesucht in Osaka, 5 Stunden. Wir aufgegeben in Osaka. Am nächsten Tag in Kyoto kurzen E-Mail-Check eingelegt und da hab ich selber mal nach den Hotels geguggt, siehe da, all ausgefallen und besonderen geschlossen
. Wär schön, sowas vorher zu wissen. Was für eine Fotografierfundgrube das geworden wär!!!
Zum gemeinschaftlichen Nachtrauern, hier ein paar Links und Bilder für die, die es interessiert:

Wir sind übrigens heil in Heathrow gelandet, hat alles in allem auch nur 24 Stunden gedauert. Ich veweil noch ein paar Tage in Cambridge mit der Schwippschwagerschaft und am Montag hops ich dann rüber nach Leipzig! YEHAAA!
Bis dahin, gehabt euch wohl!

Neeee, nach MARKKLEEBERG!!!
Mein Fehler
. Technisch gesehen nach Altenburg und DANN nach M’berg.
hach…das klugscheissern hat mir wahrlich gefehlt…*räusperräusper*