Informationsfreude. Informationsfülle. Trotz kompletter Sprachbarriere.

// April 11th, 2009 // Japan, Reiserei, Sprache, kulturelle Kuriositaten

Oder: Do you speak English?

Nö? Macht auch nix.

 

 

Außer *Hallo!* oder *Tschüßi!* oder *Danke!* kann man mit Fug und Recht behaupten, wir sprechen kein Japanisch. Das scheint die Japaner aber überhaupt nicht zu stören, da die mit dir reden, als ob man die Sprache fließend beherrschte. Kann hinterher keiner sagen, man hätte einem nicht alles gesagt.

Man wirft dann zwischendurch sehr fragende Blicke und dann reden die einfach weiter, nicken noch ein paar Mal, lächeln, Abgang.

  • “Hast du was verstanden?”
  • “Kein Wort. Ich tipp ma wild auf der Karte umher.”

 

  • “Weißt du jetzt, wo wir lang müssen?”
  • “Keinen Schimmer! Also weiter um den Block.”

Nicht nur sprachlich ist das hier nicht ganz einfach. Sich in Tokio erstmal zurecht zu finden, ist so schwierig, da kapitulieren selbst Einheimische. Na sehr beruhigend.

Generell ist Japan nicht so sehr auf “Touristenfreundlichkeit” getrimmt, wie andere Länder Asiens. Das liegt ganz einfach daran, dass ausländischer Tourismus in Japan nicht so eine große Rolle spielt und daran, dass die daher Tourismus nicht als eine wesentliche Einnahmequelle haben.

Hat seine Vorteile.

  • Die meisten “Attraktionen” sind nicht da, um Touristen anzulocken, die haben die für sich selber dahin gebaut.
  • Egal, wo wir meist hin und rein sind, kaum andere Touristen da.
  • Man wird nicht umlagert, sonder ganz einfach in Ruhe gelassen und man verläuft sich dementsprechend in schöner Regelmäßigkeit, aber dafür aber in Eigenregie.
  • Man lernt ein japanisches Japan kennen und kein Touristen-Version.

Man landet dann manchmal in einer Blues Bar mit einem japanischen Beatles Verschnitt und denkt sich, ich order mal einen Drink, da kann ja nicht viel schief gehen.

Die Karte komplett in japanisch, macht nix, Überschrift “Wodka” dann tipp ich doch einfach mal wild drauf los.

Das kann gut gehen: Wodka mit fruchteligem Saft.

Das kann schief gehen: Wodka mit Tomatensaft. Das geht aber nun mal gar nicht.

Hat seine Nachteile.

  • Siehe oben: Weg finden und nach dem Weg fragen grenzen an ein Ding der Unmöglichkeit.
  • Ich könnte in ein bis zwei Stunden Hunger haben, lass uns mal anfangen, die gewünschte Bar zu suchen.
  • Siehe oben.

 

Abgesehen davon, ist Tokio genauso abgefahren und strange und weird, wie man sich das vorstellt.

 

Aber dazu später mehr, ich könnte bald Hunger haben und muss jetzt suchen gehen 8-) .

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