Backpackerstolz. Oder das Abhandenkommen des selbigen.
// January 9th, 2009 // Reiserei
Oder ich werde einfach alt. Kann natürlich auch sein.
Es gab mal eine Zeit, da hab ich jedenfalls, mit dem Rucksack durch die Weltgeschichte reisen als ein Abenteuer empfunden. Neugierig auf fremde Kulturen, Kulturschock inklusive, möglichst viele Kilometer zwischen mir und Heimat.
So frei wie möglich, ohne einen Koffer meist absatzklappernd hinter sich herzuziehen. Teil der Traveller Gemeinde. So oder so ähnlich.
Vielleicht war ich auch jung und naiv, aber wenn ich heute reise und Backpacker begegne, sind die in 90 % der Fälle betrunken, auf dem Weg, sich zu betrinken oder verkatert.
Und ähm, dafür brauch ich ja nun nicht 2000 Eus für ein Flugticket auszugeben.
Natürlich lässt sich das ein bisschen vermeiden, indem man eben nicht in Partyhostels absteigt oder zur Feierinsel der Nation reist.
Trotzdem.
Irgendwie enttäuschend und desillusionierend.
Irgendwie hat das seinen Reiz als solches ein bisschen verloren.
Denn man endet trotzdem da, wo fast alle anderen auch enden.
Und dann gugg ich in meinem Philosophischen mal auf www.umdiewelt.de und les dann sowas:
“Die Geburtsstunde eines unendlichen Hungers, den wie ich fürchte, ich niemals endgültig stillen werde: Dem Hunger zu reisen!! Ferne Länder zu erkunden, fremde Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Auf Wanderschaft sein. In Bewegung sein. Auf sich gestellt sein, so richtig (nicht im Verwaltungstechnischen Sinne), dem Abendteuer ins Auge zu blicken.
Kurzum: LEBEN!
Muss ich erstmal mit den Augen leiern *augenleier*. Nun komm mal wieder auf den Boden, so ein Melodramatik.
Und dann bin ich wohl wieder undankbar, aber hallo, Niederlande, hallo??? Das sitzt um die Ecke!
Nun mach nicht so ein Theater daraus!
Da mitfahrgelegenheit ich mal kurz rüber: nur den Arsch und die Muse muss ich dafür in Gang kriegen. Ganz ohne Melodramatik.
Und dann klick ich den Rest von diesen Einträgen durch und merk erstmal, wie glücklich ich mich schätzen darf und kann und das auch tue.
Natürlich sind die die Niederlande toll. Vor allem um dem Queensday in Amsterdam
. Und die Niederländer erst: nach einer repräsentativen Umfrage bei 5 Niederländern oder so, die ich bisher getroffen hab, sind die alle ziemlich gross, haben einen leichten Nerd-Einschlag und man kann sich auf Anhieb über praktisch alles unterhalten, was einem so einfällt. Sehr fundiertes Wissen hier
.
Und vielleicht hab ich ein bisschen vergessen und verlernt, mich über die kleinen Dinge zu freuen oder mich regt dieser Schreibstil einfach nur auf, aber so viel Belanglosigkeit und Uninspiriertheit dürfte ja nun jedem Reiselustigen die Lust abtöten, denn wenn so ein lebenslanger Hunger aussieht oder sich vielmehr so liest, dann geh ich doch lieber zum Kaffeekränzchen ins Altersheim um die Ecke.
Fairerhalber der Link dazu:
http://www.umdiewelt.de/Europa/Mittel-und-Westeuropa/Niederlande/Reisebericht-4167/Kapitel-0.html
Und eigentlich hab ich keinen Grund zu nörgeln und zu ningeln. Weiss ich eigentlich auch. Nur manchmal überkommt’s mich halt.

Das liegt im Ur-instinkt des Menschen, Unzufrieden zu sein. Aber dadurch kommt man auch weiter im Leben. Aber sich über Kleinigkeiten freuen, sollte man nicht verlernen. Kaffeekränzchen in M-berg wäre auch sehr schön … Schalk backt nämlich auch ganz gern, schon vergessen???
Wie koennt ich! Apropos, Kalter Hund Rezept?! Bitte!?
Danke!
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meine beiden hausmuddis…von der einem bekomm ich kuchen von der andern fischschnidde,-))9un alle beide viel zu weit weg
bezugnehmend auf das trinkekn…ich fühl mich so ertappt…grad nach last night*hihi
warum bringt einen unzufriedenheit weiter???wenn das stimmt “werd ich bald königin von deutschland sein”