Der Luxus, Zeit zu verschwenden.

// October 29th, 2008 // Kleine Freuden, Neuseeland

 

Den haben wir uns gegönnt, als wir über ein langes WE nach Christchurch und Akaroa gedüst sind - raus aus Auckland, rauf auf die Südinsel, von der uns jeder erzählt, wie wahnsinnig toll und total anders und überhaupt besser ist als die Nordinsel. Ehem.

 

24/7 Mentalität oder irrwitzige Überstunden schwitzen, scheint hier nicht so überpräsent zu sein - jedenfalls von dem, was man hier so im weiteren und näheren Umfeld mitkriegt. Gern wird das auch in Jobanzeigen explizit erwähnt, von wegen good work-life-balance.

Bloss weil man 12 Stunden auf Arbeit umherackert wie blöde, is man nicht unbedingt automatisch produktiver.

 

Sehr krasses Beispiel hierfür ist Yuko aus Japan. Als sie mit uns sonnend und zeitverschwendend im Matakana Village sass, meinte sie nur, dass sie sich gar nicht erinnern kann, sowas je in Tokio gemacht zu haben. Da sie sehr oft gern mal bis zu 18 Stunden im Büro sass, war sie dann das gesamte WE damit beschäftigt, dass Schlafdefizit wieder reinzuholen. Sie kann sich praktisch an gar nix anderes als Arbeit erinnern. Auch nicht schön.

 

Und als wir so durch Christchurch sehr farbig prachtvollen Park spazierten, schon seit zwei Tagen ohne jeden Internetzugang verbrachten und mal eigentlich gar nix machten und auch die Stimme im Kopf, die immer meinte, du müsstest ja noch dies und das und jenes erledigen und das könnte man auch noch machen und überhaupt, endlich die Klappe hielt, war das Zeit veschwenden perfekt.

 

Völlig unspektakulär.

Sehr dekadent.

Ganz luxuriös mal nichts gemacht. Und das auch noch für gut befunden und genossen.

Random Posts

One Response to “Der Luxus, Zeit zu verschwenden.”

  1. Schalk says:

    Sowas nennt man ERHOLUNG und gehört zum Leben dazu! Wichig ist, es tat euch gut. Werde dieses WE diesem Beispiel folgen, aber nicht in Neuseeland, liebe Grüße aus Markkleberg.

Leave a Reply