Einziehen. Ausziehen. Umzug.
// October 6th, 2008 // Alltag, Neuigkeiten, Neuseeland, Sprache, kulturelle Kuriositaten
Oh, oh, es lässt sich nicht mehr aufhalten … es is passiert … Wir sind in der Erwachsenenwelt angekommen. Mit Haus und Job (oder auch zwei’n) und Arbeitsalltag und ich werde das Gefühl nicht los, in nicht allzu ferner Zukunft steht dann noch so eine Rostlaube vor der Tür. Ähm … wann ist denn das passiert?
Nun gut, ich geb ja zu, man kann nicht ewig reisen, das ist mir nach ein paar Monaten auch zuviel und so ein eigener Kühlschrank und zu wissen, wo man nächtigt, hat auch viel Schönes
Wie dem auch sei, nun stand ja der Umzug an, aus der voll-voll-vollmöblierten Wohnung (voller möbliert können vier Wände nicht sein) in ein fast leeres Haus. Mit Sonnendeck aber und als Orangen getarnte Grapefruits. Auch schön.
Umug steht an und ich stapf mal wieder in ein interkulturelles Fettnäpfchen:
Ich: Wir ziehen um.
Gegenüber: Klasse, ich helf euch!
Ich denke mir so: Klasse! Da hilft uns jemand.
So, und nun das Ganze unter British-Kiwi-Lupe:
Ich: Wir ziehen um.
= Wir würden NIE NIE NIE IM GANZEN UNSEREM LEBEN AUCH nur daran denken, jemanden um Hilfe zu bitten. Um Gottes Willen, würden doch nie IM GANZEN MEINEN LEBEN, jemanden Unannehmlichkeiten bereiten wollen.
Gegenüber: Klasse, ich helf euch!
= Wagt es aber auch ja nicht, das Angebot ernsthaft in Erwägung und Betracht zu ziehen, ich bin hier nur British-freundlich, nicht mehr, nicht weniger.
Das muss man ja erstmal wissen. Dass die Briten sehr viel mit Subtext arbeiten, weiss ich mittlerweile, was dennoch sehr gern darin endet, dass ich im Fettnapf lande (zugegebenermassen, das wird langsam weniger), aber wenn es ans Umziehen geht, so ohne Auto, da sag ich doch gleich ja. Ich will nicht mit unserer Dreckwäsche hoch den College Hill stapfen oder mit Tüten und Co im Bus sitzen und hoch und runter und hoch und runter und …
Hab das noch mit Amy, meiner anderen britischen Quelle für Fettnäpfe und Co abgesprochen und die meinte auch, ja, anbieten tut sie ihre Hilfe auch andauernd, würde eignetlich nie jemand annehmen.
Na wie gut, dass ich Clare gefragt habe, Clare aus Singapur, die hilft dann auch und die weiss um mein Deutschsein mittlerweile auch ganz gut Bescheid
.
Und so haben uns Clare und ihr Mann mit kaputtem Knie beim Umzug geholfen. Einmal das Auto vollgestopft und Ende im Gelände, alle Besitztümer gut verstaut und nur einmal hoch den College Hill und dann erstmal Kaffee trinken
he he he …
Diesen Samstag steht dann auch eine kleine Einweihung an und ich kram mal wieder das Rezept für weisse und rote Sangría raus und lass die Gäste die Futteralien anschleppen. He he he.
Nur noch hoffen, dass der Wettergott/die Wettergötter oder wer hier noch so fürs Wetter verantwortlich ist, guter Dinge ist/sind, denn nach ein paar sehr sonnigen Tagen, isses hier schon wieder am Regnen und ich fühl mich da immer ein ganz gutes Stück Britisch, den ganzen Tag übers Wetter quatschen.

Na das freut mich, wenn du jetzt im real life angekommen bist… wurd ja mal Zeit…
Ich werkel immer noch rum - noch nix eröffnet. Vielleicht im November, die Betonung dabei liegt auf “vielleicht”. Ich meld mich demnächst ausführlicher, wenn ich die Schreibfaulheit überwunden habe.
LG
Mechi!!! Vielleicht? Legt dich die deutsche Buerokratie lahm??? Menno … ja bitte, ueber Updates wird sich an diesem Ende der Welt immer sehr ausfuerhlich gefreut
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meinst du mit rostlaube etwa einen alten süssen nostalgischen kinderwagen für meine erste nichte????????????????(neffen sind nicht erwünscht)…
meinst du nicht dein mitbringprinzip ist auch zu deutsch…denk dran da gab es schon mal unstimmigkeiten mit “Nichtdeutschen”…
bei uns kommt auch ab und zu das “deutschthema” auf n tisch…