Auswanderer
// April 14th, 2008 // kulturelle Kuriositaten
Heute will ich mal ein bisschen von dieser sehr speziellen Menschengattung erzählen.
Und dabei meine ich nicht die, die in die USA oder nach Australien oder Spanien oder Schweden gehen und sich da mit Job und mit oder ohne Anhang niederlassen, um eine Existenz aufbauen. Ich meine die, die in einem südostasiatischem Land wie beispielweise Laos oder Kambodscha hängen bleiben, mit Vorliebe Restaurant/Bar/Pub oder Guesthouse/Hostel eröffnen und dann allmählich den Verstand und den Bezug zur Realität verlieren.
Wie beispielsweise der Martin mit seinem hochoriginellem “Martin’s Pub” in Luang Prabang (Laos): hat das letzte Mal gelächelt, als die Amis ihren “hochgeheimen” Krieg in Laos führen mussten und ist mittlerweile eine gesteifte Perönlichkeit.
Dann hätten wir noch “Crazy Joe”, ein England-Ire, der in Vang Vieng (ebenfalls im schönem Laos) ein Bungalow-Hostel eröffnet hat und es schafft, jede zweite Bemerkung rassistisch/frauenfeindlich zu gestalten und jede andere zweite einfach nur realitätsfern.
Aber mein absoluter Liebling ist der Raymond aus Schweden, der in Sihanoukville das “Small Green Guesthouse” betreibt. Raymond, der Vollpsychopath. Raymond, der Vollpforsten. Raymond, die Arschgeige. (Man merkt vielleicht schon, dass ich kein grosser Fan von Raymond bin, auch wenn es gern mal heisst “Alle lieben Raymond” - das war jetzt für alle TV-Junkies). Guesthouses/Hostels haben meist eine Art “common area”, in der man sich aufhalten darf, bei Gelegenheit andere Reisende trifft und gelegentlich Nahrung zu sich nimmt und noch gelegentlicher seine eigene. Als ich den fatalen Fehler machte, ein EIGENES Brötchen zum Frühstück zu mit runterzunehmen in die besagte “common area” ist der ach so nette und freundliche Schwede Raymond völlig ausgetickt und hat versucht, mich mal nebenbei zusammenzufalten; hab natürlich zurück gefaltet, aber der gute Kram ist mir natürlich erst hinterher eingefallen. Verdammte Axt aber auch!
Und nun komme ich zur grössten Hinterfotzigkeit besager representativer Personen; ihr Lieblingsargument, wenn gar nix mehr geht:
“Das könntest du in Europa nicht machen/Das würde in Europa so und so viel kosten.”
Und da hab ich ‘ne Neuigkeit für die: WIR SIND HIER NICHT IN EUROPA!
Wenn wir in Europa wären, würde Kram funktionieren, Abläufe wären effizient und man würde für den Alltag seinen gesunden Menschenverstand benutzen.
Und man würde mich nicht wegen einem Brötchen anschreien! Der Wixxxer hat mir den ganzen Tag versaut!
Das beste hab ich ja noch vegessen, Psychopath Raymond erzählt uns zwei Nächte vorher, dass er vor lauter Wohltätigkeit an die armen Kambodschaner nicht schlafen konnte und als er in Schweden war, eine Woche lang jeden Abend zu ‘nem Pfarrer oder Priester oder irgendjemandem aus der Religionskiste gerannt ist und dem die Ohren abgekaut und ‘ne Bulette ans Bein gelabert hat. Den Punkt der Nächstenliebe hat er wohl glatt überhört bei seiner scheinheiligen Jammerei.
Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr …
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Was sehr wir hier in Kambodscha am meisten hören?
Wenn wir versuchen, in gastronomischer Lokalität Essen zu bestellen, heisst es in der Hälfte der Falle:
“We don’t have.” Auch ein Klassiker: “We have finished.”
Ach ja, und das die Hälfte der Bestellung sowieso nicht ankommt, hab ich schon erwähnt? Es empfiehlt sich also immer, die halbe Speisekarte zu ordern und vielleicht hat man am Ende ein ordentliches Mahl auf dem Tisch stehen - aber nur vielleicht und auch nur wenn es nicht wieder heisst “We don’t have.”
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Hotel in Battambang “Royal Hotel”:
Sehr schön, so mit ein bisschen Platz im Zimmer zum Chaos verbreiten.
8 $ mit kaltem Wasser und Ventilator, 15 $ mit heissem Wasser und Aircon.
Hotel in Siem Reap “Bou Savy Guesthouse”
Geschmeidige 10 Minuten vom Stadtkern, sehr ruhig gelegen und das beste überhaupt, kostenloses Abholen von Busstation/Flughafen/Hafen funktioniert tatsächlich!
08/15 Frühstück inklusive. Nicht ganz günstige 15 $ pro Nacht fürs Doppelzimmer.

na dann weisst du wie du in kürzester zeit sein wirst…
denn das was die schon getan ham wirst auch du bald tun…
beste grüße von muddi:”kartoffelsalat is für euch 2auch gestrichen”
die ganze schüssel gehört dann mir(aber könnt ihr ja von dort eh nich sehn)
so ich muss aufhörn du weißt warum*HIHI
Salut Chéri!!!
Schön, dass du jetzt einen netten Schweden kennst. Ich kann dir sogar ein wenig schwedisch beibringen, fallst du dich mal wieder zusammenfalten lässt, könnte das sehr hilfreich sein.
Wo klein Susi das so mit dem Kartoffelsalat schreibt bekomm ich gleich ein kleines Appetitchen, naja wird wohl eher nur ein Äpfelchen :-(.
Machts hübsch und
Vi ses
TC
P.S.: Urlaub mit Linda geht dieses Jahr für ein Wöchelchen nach Paris. Jipi
Schmatz
Wenn unter dem schwedisch Vokabular ein paar ordentliche Beleidigungen dabei sind, bin ich dabei
!
Oh la la, Paris! Da kann sie ihre LK Französisch-Kenntnisse auspacken
@little Haselpups, ich gedenke nicht mich mit Hostel in der Pampa niederzulassen, dann muss ich mich mit der Allgemeinheit auseinander setzen und das geht selten gut
@cherie:du bist ja nich so weit weg…du bekommst salat…
@haslubs_evelish