Mein neuer Berufswunsch: Untertitelvorleser im Kino!

// March 11th, 2008 // Vietnam, kulturelle Kuriositaten

Geht nicht? Geht wohl!

Zumindestens hier in Vietnam.

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Nach reichlich Kinoabstinenz haben wir hier im schoenen Hoi An endlich ein Kino gefunden, welches auch englischsprachige Filme zeigt. Juchhu! Mit vietnamesischen Untertiteln. Verkraftbar.

Wir setzen uns in die nicht sonderlich bequemen Holzstuehle und warten gespannt. Der Film geht los, aber was ist das, eine penetrante Maennerstimme ertoent und ertoent und hoert nicht wieder auf … *gruebel&grummel* … Der liest die Untertitel vor! Na klar, haetten wir auch gleich drauf kommen koennen, waer ja einfach zu schoen, um wahr zu sein, englischer Film mit englischer Sprache. Nach einigen Minuten angeregter Vorleserei sind wir dann doch gegangen, hat die Kino-Stimmung ein bisschen gekillt und ich werde, wenn ich gross bin, Untertitelvorleser im Kino! Wahnsinnsidee! Darauf haette ich eigentlich schon frueher kommen koennen 8-) .

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Als wir durch China wandelten, dachten wir, der Verkehr ist so schlim wie nirgendwo. Falsch gedacht. In Vietnam waren wir zu dem Zeitpunkt noch nicht und waren eben sehr unwissend (sehr hohe Sterblichkeit auf der Strasse und letztes Jahr ist mal einer auf die brilliante Idee gekommen, Helmpflicht fuer Mopeds einzufuehren).

Sehr effizient auch die Strassenfuehrung, eine sehr durchdachte Kombination aus Links- & Rechtsverkehr, darauf muss man auch erst mal kommen. Und gedraengelt wird auch. So ein bisschen. Man hat zwar fast drei Leute umgenietet, aber immerhin 1,756 Sekunden an Zeit gespart. Respekt.

Nein und kein Verkehr in beruechtigten Gegenden wie Frankreich, Italien, Spanien oder China koennen mit dem Chaos hier mithalten. Ich bin ja noch froh, dass ich lebe! Ueber die Strasse geht es mit folgendem Mantra: Babyschritte und lass den Verkehr wie Wasser um dich fliessen.

Ich warte aufs Ertrinken ;-) .

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Maennliche Egomanie besonderer Ausgepraegtheit konnten wir in Hue bestaunen.

In der Gegend wurde anscheinend mit Vorliebe gestorben, jedenfalls gibt es eine Unmenge an alten Grabstaetten zu bewundern und die tollste laut Reisefuehrer ist die von Minh Mang. Also mit dem Boot hin, die Raeder dabei und dann die 11 Kilometer zurueckgeradelt … ja, todes- & wagemutig in den vietnamesischen Verkehr gestuerzt und das Ganze auch ueberlebt.

Aber wenn ich mal sterbe, mach ich das wie Minh Mang, ich errichte, nein, ich lasse errichten, an der unmoeglichsten Stelle: Seen, Huegel, parkaehnliche Anlage, drei Tempel und meinen Leichnam darf man am Ende dennoch nicht sehen. Fuer meine Konkubinen (hm, ich denke, ich hab dann wohl Lovers) richte ich natuerlich Extra-Gemaecher ein. Verheiratet bin ich sicherlich auch noch und zur Freude des Ehemanns wohnen besagter Lover gleich um die Ecke … Gewusst wie und wieder was fuers Leben hier gelernt ;-) .

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Wenn man der krankmachenden Luft in Hanoi entkommen will, kommt man nicht umhin, eine Tour zu machen, zum Beispiel nach Ha Long Bay. Sehr idyllisch und wenn dann richtig, also drei Tage, zwei Naechte. Wenn man den Touri-Ablade-Teil am ersten Tag hinter sich hat und Glueck hat, NICHT auf dem Partyboot mit Dauer-Techno-Beschallung zu landen, dann kann man an Tag zwei und drei diese Naturschoenheit via Kajak geniessen und erkunden, sich zwischendurch ein wenig Sonnenbrand holen und Eric aus New York kennenlernen, der mit Ehefrau Donna am Reisen ist und eine Unmenge an guten Ratschlagen auf Lager hat und diese IMMER zum Besten gibt, aber auch wirklich IMMER. Ich fand das gar nicht so schlecht, aber als er einem Briten erklaeren wollte, wie man Sandwiches macht, war es mit der Zuhoerfreude von Adams Seite vorbei. Empfindlich diese Briten ;-) .

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Der Unterkuenftsteil:

In Hue sind wir nach kurzer Googel-Recherchie im “Sportshotel” abgestiegen und haben fuer 22 Dollar das Balkonzimmer inkl. eigenem Computer bekommen (mit arschlangsamer Verbindung, die eines 56 k Modem-Kabels nicht unaehnlich).

Fuer zwei Tage okay. Die Stadt war jetzt nicht so der Hammer, koennte auch am Wetter gelegen haben (Dauerregen als wir ankamen).

Nun sind wir in Hoi An und nach ebenfalls bestechend kurzer Internetsucherei sind wir im “Dai Long Hotel” untergekommen, fuer 15 Doller, sehr schoen, wieder mal ein Balkon und ein bisschen Platz zum Rucksack abschmeissen.

Sportshotel war okay, Dai Long ist zu empfehlen.

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5 Responses to “Mein neuer Berufswunsch: Untertitelvorleser im Kino!”

  1. Berit says:

    Mein Haselpups :-*

  2. Anke says:

    Hey Süße,

    ich bin froh, dass Dir das Reisen immer noch so viel Spaß macht und muss immer innerlich (aber auch so normal nach außen) grinsen, wenn ich eure Pärchen Fotos sehe ;-) Wer hätte das vor einem Jahr gedacht!!!!
    Melde mich bald mal per Mail, wenn wir dann endlich Internet zu Hause haben. (mit Fotos von Haus und Garten ;-))
    So, nun heißt es für mich erst mal weiter übersetzen. Lasst es euch gut gehen!

  3. annett says:

    Hei ho Sonnenschein,

    Spass am Reisen, noch und wieder … ;-) … Reisedurchhaenger koennen wir jetzt auch von der to-do-list streichen … :P ich dachte schon, das hier laeuft unter “Aus den Augen, aus dem Sinn.” :’-( also wirklich, wollte schon mal wieder knatschig werden …

    Zuverlaessige Quellen verrieten mir, dass ich eine Karte aus Fuerte Ventura erhalten habe, DANKE! :-D
    Ja, ja, Susi laesst auch gern mal eine Spitze bezueglich der PP-Lastigkeit los und wir haben auch schon festgestellt, dass wir eigentlich eine “unhealthy amount of time” miteinander verbringen.

    Nun gut, ganz liebe Gruesse nach Radebeul, freu mich jetzt schon riesig auf Fotos und ausfuehrliche Meldung!

    :-*

  4. Vati says:

    Hallo Annett,
    herzlichen Gückwunsch… 1111 Fotos von Eurer Reise… zum Wohl darauf und Euren Enthusiasmus… allzeit Glück und viele weitere tolle Schnappschüsse!
    Viele Grüße von uns…einschließlich Oma/Opa an Dich und Adam von
    Deinem Vati

  5. annett says:

    Hei ho Vati,

    1111 Fotos? Hab ich vor lauter Hochladerei gar nicht mitbekommen ;-) Die naechsten Schnappschuesse werden Strand und Sonne - Schnappschuesse 8-) .

    Momentan machen wir Siesta und meiden bruetend heisse Hitze und da heute St. Patrick’s Day ist und hier rein zufaellig ein Irish Pub rumsteht, schonen wir unsere Energie fuer heute Abend ;-)
    Liebe Gruesse zurueck!

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