Adieu, Bye-Bye, Ciao, Adios & Tschuessi, Land des Speichelflusses!
// February 6th, 2008 // China, kulturelle Kuriositaten
Wenn ich sage, ich werde dich vermissen, ist das gelogen, also schreib ich sowas lieber erst gar nicht
!
Sonderverwaltungsregion Hong Kong. Weder In- noch richtig Ausland, aber da Fluege nach Hong Kong von China aus als internationale Fluege gelten (und dementsprechend teuer sind), ist jetzt der Zeitpunkt, China Tschuessi zu winken *winkewinke*
Hong Kong. Wir haben es geschafft, wir sind tatsaechlich in Hong Kong. So wahrscheinlich sah das gar nicht aus, wenn man mitten im schlimmsten Winter- und Wetterchaos seit 50 Jahren landet; sich schick guenstige Zugverbindungen zurechtlegt, die man aber nicht nehmen kann, weil der Verkehr zusammengebrochen ist.
Wir hatten uns auch seelisch und moralisch auf das schlimmste Wetter in Peking gefasst gemacht und wie wurden wir ueberrascht: ganze 4 (in Worten: V-I-E-R) Grad Plus und das erste Mal Sonne seit Dubai warteten auf uns.
Das hier ist mein Winter-Survival-Kit …

… konnten wir nun endlich entsorgen, als wir Peking und somit China hinter uns liessen - welch befreiendes Gefuehl! ![]()
Und bevor ich zusammenfasse, philosophiere und bilanziere, mein China-Highlight:
Die Chinesische Mauer! Ich stand auf der Chinesischen Mauer! Yeha! Strike! Juchhu!

Ich hab sogar einen kleinen Sonnenstich und ein bisschen Farbe im Gesicht davon getragen, als wir ein paar der circa 7ooo km Mauer hoch- und runterstiefelten, was sich als anstrengender als gedacht herausstellte: Einige Stufen waren wenige Zentimeter hoch, einige einen halben Meter, Touristen waren Gott-sei-Dank spaerlich und Adam mit Fieber, Erkaeltung und Husten ein paar mal kurz vor dem Lungenversagen (hat das Ganze dann doch sehr maennlich durchgestanden).
Und natuerlich hat man versucht, uns abzuzocken, ein bisschen und ein bisschen hat das auch geklappt … ein bisschen *grummel und schimpf* meinerseits. (Den genauen Ablauf der ganzen Chose gibbet auf Adams Seite zu bewundern.)
So, und nun kann ich auch ordentlich bilanzieren:
- Circa 4500 Kilometer zurueck gelegt, per Flugzeug, Bahn, Metro, Bus, Taxi und Hochseilbahn - glaub ich zumindestens, ist gar nicht so einfach das rauzufinden, wer mag, kann ja mal rechnen: Shanghai -> Huang Shan -> Wuhan -> Xi’an -> Peking -> Hong Kong;
nicht mit inbegriffen verpeiltes Umherlaufen und Irren in den Staedten oder Touristenabladelokalitaeten.
- Zwei mal Vulkanausbruch Annett (vornehmlich auf Deutsch) nach linguistischem Totalausfall mit entsprechender Frustration und blutigen Knien, weil heftig ueber Sprachbarriere gefallen und sehr unsanft gelandet. Das mit der inneren Ruhe, Frieden und Zen-Meister wird hoffentlich noch
.
- Ein paar mal im Schnee ausgerutscht und ganz ohne Sprachstolpersteine auf die Fresse gelegt.
- Ebenfalls im China-Programm: 5-Sterne-Hotel zur Salbung geschundener 44-Std.-Nachtbus-Seelen mit westlicher Dekadenz und warmer Dusche und grossen Betten
.
- Auf der Mauer gestanden und im Eiltempo einen Schlenker durch einen sehr kalten Winter in China gemacht und sich zwischendurch Brieftasche (Adams) klauen lassen und Brille (meine) zerkloppt.
