In östlicher Richtung …
// January 17th, 2008 // China, Reiserei, Shanghai
… ziehen wir jetzt und lassen Shanghai hinter uns.
Weitere sehr authentische Erlebnisse und warten auf den Kulturschock.
Wo fange ich an? Genau, beim Dauerbrenner Wetter (was sich übrigens auch auf der einen oder anderen Postkarte wiederfinden lässt, ihr seid gewarnt): so kackekalt haben wir es nicht erwartet.
Wenn man euphemistischerweise sagt, unsere Urlaubsplanung war eher dürftig, dann müsste man ehrlicherweise auch sagen, was die Klamottenplanung angeht, war es sogar armselig und daher verbringen wir jetzt einen Teil der Zeit und einen Teil des Budgets damit, Handschuhe, Pullis und Schals zu kaufen, die wir nach verlassen Chinas sowieso wieder entsorgen werden.
Zum Kultuschock hat es noch nicht ganz gereicht, zum etwas verwundert sein jedoch schon, allen vor was das Spucken angeht! Auch hier, wenn auch etwas weniger als in den VAE. Auch so eine Sitte, Essen und Unterkunft VORHER bezahlen, aber zum besten komm ich jetzt, wir hatten wieder eine Taxifahrer-Episode!
Wir waren gerade im China Sex Culture Museum (wie schwer das zu finden war, gleich mehr) und nach einem gemütlichen Cocktail sollte ein Taxifahrer unseres Vertrauens uns bitte in unser Hostel fahren. Taxi gesucht und gefunden. Taxifahrer spricht und versteht kein Wort Englisch, kein Problem, Reiseführer raus, da steht alles in chinesischer Schrift, idiotensicher sollte man meinen.
Adam: People’s Square?!
Taxifahrer (TF) wird sich gedacht haben, keine Ahnung, was der will, Chinesisch lesen kann ich auch nicht, aber ich fahr erstmal los.
Adam: People’s Square?!
TF: Hab immer noch keine Ahnung, frag ich doch mal meine ebenso ahnungslosen Gäste und fuchtel mal nach links und dann nach rechts. Keine Antwort? Ich fahr mal weiter gerade aus. Kann ja so falsch nicht sein.
Adam: I don’t know. People’s Square.
Wieder Gefuchtel vom TF und so weiter und so fort … ich krieg ‘ nen klitzekleine Schimpftiradenanfall auf dem Rücksitz, verfluche alle Männer und bei der nächsten Kreuzzung springen wir raus.
Die nächsten Taxifahrer sind wenigstens so nett, gleich zu sagen, dass sie nicht wissen, wo wir hinwollen.
Im Endeffekt sind wir dann doch gelaufen, aber wir konnte diese kleine Episode miterleben.
Mal ganz abgesehen davon, waren die Tage sehr geh-lastig gestaltet und wir haben auch einiges an Touristenanlaufpunkten geschafft.
Apropos Laster, China Sex Culture Museum, wir dachten, gehen wir mal diskret vor und fragen lieber nach der Strasse als dem Museum als solches. Nachdem wir dann aber eine geschlagene Stunde oder so immer im Carré umhergelaufen sind und jeden, den wir (=Adam) fragten, uns wieder in eine andere Richtung schickte, haben wir (=Ich) mal direkt nach Sex Museum gefragt und wir standen praktisch schon davor! Volltreffer! Bombe! War sehr aufschlussreich: Getier jeder Art in kopulierender Stellung, Stellungen zum Vertreiben boeser Geister oder aber auch Holzfigur mit hoch- und runterhebelbarem Penis aus dem Jahre Anno dazumal: ist der Penis oben, will Frau Sex, ist er unten, will sie keinen, praktisch keine Kommunikation mehr von Nöten
Gerade eben sind wir aus dem Shanghai Museum herausgefallen, dabei kurz in eine Bäckerei reingestolpert und nun kommen wir unseren Internetpflichten nach, bevor wir Richtung Osten in die Provinz Anhui aufbrechen.
In dem Museum haben wir ganz schnell gemerkt, dass man als gediegener Westeuropäer einfach nichts gewohnt ist. Ein paar Stunden umherlaufen und schon heisst es “Hilfe, wo ist mein Zivi!” (Daher ist die Internetpflichterfüllung doppelt praktisch, wir können hier nämlich sitzen und es ist so halbwegs warm). Ausserdem bemerke ich, wie fundamental viel Wissen fehlt, um eine schier endlose Zahl Keramiktöpfe toll zu finden. Viel erstaunlicher dagegen ist die Tatsache, dass die Wachmänner im Stehen fast einschlafen können und sich doch tatsächlich die gesamte Schicht zurückhalten können und NICHT in jede Ecke rotzen müssen - bemerkenswert.
Das soll es erstmal gewesen sein.
Nächster Anlaufpunkt (für den Finger auf der Karte) ist die Provinz Anhui, in der wir nach 11-stündiger Fahr mit Nachtzug eintreffen und uns etwas Natur pur gönnen werden.

…ich hoffe doch dass deine shoppingtouren auch ohne deinen 1a shoppingscout erfolgreich waren…
siehst de…da hast de gelernt wie de dir de kommunikation mit adam leichter machen kannst un nich mehr diese sprachprobleme zwischn euch stehn…
na dann grüß mal schön den adam von mir…
hey haslpubs…ich hoff du bist deinen schwetsrelichen pflichten nachgekomm…ich bin nich anspruchsvoll. du mzsst mir kein hello kitty füller holen…so ne tasche n mega plüschtiet un ne riesen uhr hätten gereicht…ich denke nich dass das so umständlich wöär…
ohhhhhhhh cooooooooool…du bist ja im land der hello kitty…oder so gut wie bald fast…ohhhhhhhhh freude auf wiederkomm…
habt ihr schon gescrabbelt?
Shoppen ohne den Shoppingscout ist einfach nicht dasselbe oder dasgleiche oder wie auch immer
fuer Pulli, Handschuhe und rosa Unterhosen hat es jedoch gereicht
Leider noch nicht gescrabbelt
Der werte Herr Fletcher hat trotz mehrmaligen Daraufhinweisens die Karten vergessen!
Das gibt Brownie-Points-Abzug noch und noecher …